EUDR-Prozess- und Systemintegration
Prozessoptimierung, ERP-Integration und personelle Befähigung zur fristgerechten EUDR-Umsetzung bei der Coca-Cola Hellenic Bottling Company.
Branche
Fast-Moving Consumer Goods (FMCG)
Größe
~ 32.700 Mitarbeitende
Jahresumsatz
~12 Mrd. €
Herausforderung
Lösung
Impact
- Extremer Zeitdruck
- Komplexe Warenströme
- System- und ERP-Integration
- Übergreifendes Stakeholder-Management
- Interdisziplinäres & agiles Vorgehen
- Modularer & gestaffelter Roll-out-Ansatz
- Implementierung und ERP-Anbindung des osapiens Hub
- Konzeption eines spezialisierten Trainings-Blueprints
- Fristgerechte EUDR-Konformität
- Massiv reduzierte manuelle Prüfaufwände
- „Ready-to-Staff“-Organisation für 15 Manager
- Validierte Prozesse durch Lieferanten-Testing
Unsere Insights
Die ganze Story
Herausforderung
Als global agierender Abfüller mit Papier-Produkten und als Kaffeehändler muss Coca-Cola Hellenic Bottling Company (CCHBC) die Anforderungen der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) fristgerecht umsetzen. Der Fokus des initialen Roll-outs liegt hierbei auf den betroffenen Rohstoffen Paper Cups und Kaffee. Da die Verordnung tiefgreifende Nachweise über die gesamte Lieferkette erfordert, musste ein System etabliert werden, das die Datensammlung und Risikoanalyse der Produkte, sowie die Erzeugung und Weitergabe der DDS innerhalb der komplexen Warenströme (Inbound, Intercompany, Outbound) rechtssicher abbildet. Für die operative Umsetzung der EUDR Vorschriften waren 15 EUDR-Manager eingeplant.
Welche Herausforderungen hat der Kunde?
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Stakeholder-Management: Die größte Herausforderung bestand darin, die neuen Compliance-Prozesse so zu gestalten, dass sie für alle betroffenen Business-Abteilungen funktional und akzeptabel sind. Es galt, einen Konsens zwischen den unterschiedlichen operativen Anforderungen zu finden.
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Prozesskomplexität: Abbildung unterschiedlicher Warenbewegungen – vom Wareneingang (Inbound) über interne Umlagerungen (Intercompany) bis hin zum Versand an den Endkunden (Outbound).
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Systemintegration: Notwendigkeit der technologischen Verknüpfung zwischen der Compliance-Plattform Osapiens, dem internen ERP-System und dem offiziellen EU-TRACES-System.
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Zeitdruck: Sicherstellung eines technischen Go-lives vor der gesetzlichen Deadline.
Vorgehen
Die Software osapiens war als technologische Basis gesetzt. Ziel des Projektes war es, eine saubere Integration in die ERP- und Prozesslandschaft von CCHBC zu gewährleisten und schlussendlich EUDR-Compliance zu erreichen. Das Projekt startete mit einer tiefgehenden Analyse der Organisationsstruktur und einem offiziellen Auftaktworkshop. Das Projektmanagement folgte einem agilen Ansatz, bei dem die CCHBC-spezifischen Prozesse (Inbound, Intercompany, Outbound) gestaffelt und schrittweise abgearbeitet wurden. Dieser modulare Aufbau erlaubte es, frühzeitig Ergebnisse zu präsentieren und das Business kontinuierlich einzubinden. Parallel zur technischen Implementierung wurde ein dediziertes Trainingsprogramm entwickelt, um die organisatorische Verankerung der neuen Prozesse sicherzustellen.
Lösung
Die Implementierung folgte für jeden Prozessschritt einem fest definierten, iterativen Zyklus:
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Prozessdesign: Gemeinsame Erarbeitung der Anforderungen in Workshops.
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Konfiguration: Übertragung der definierten Prozesse in das osapiens-Tool.
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Systemanbindung: Schnittstellen-Anbindung an das CCHBC-ERP sowie an das EU-TRACES-System.
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Qualitätssicherung: Intensives Testing der einzelnen Prozessschritte.
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Business-Feedback: Präsentation der Ergebnisse vor den Stakeholdern, gefolgt von einer gezielten Überarbeitungsphase, um die Akzeptanz im Business sicherzustellen.
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Befähigung (Training): Konzeption eines spezialisierten Trainingsprogramms für 15 künftige EUDR-Manager. Hierbei wurden sowohl die rechtlichen Grundlagen als auch die operative Systembedienung geschult.
Impact
Durch den gestaffelten Roll-out und die prozessuale Abstimmung mit allen Abteilungen wurde eine hohe operative Akzeptanz erreicht. CCHBC verfügt nun nicht nur über das technische Tool, sondern über ein skalierbares Ausbildungskonzept für künftiges Personal. Die harmonisierten Prozesse verhindern Reibungsverluste zwischen den Business-Units (Paper Cups & Kaffee) und reduzieren durch die ERP-Integration manuelle Prüfaufwände massiv.
Wir haben die organisatorische Brücke zwischen regulatorischer Pflicht und personeller Umsetzung geschlagen. Da zum Projektzeitpunkt erst ein EUDR-Manager aktiv war, lag unser Fokus darauf, das System "Ready-to-Staff" zu machen: Wir haben eine Lösung hinterlassen, in die neue Mitarbeiter dank des von uns entwickelten Trainingsprogramms sofort effizient einsteigen können. Der Impact liegt in einer Zukunftssicherheit, die über die reine IT-Implementierung hinausgeht – CCHBC ist pünktlich zum Dezember 2025 systemseitig konform und personell auf Wachstum vorbereitet.
Take-away für Entscheider:innen
Die erfolgreiche EUDR-Umsetzung bei Coca-Cola Hellenic Bottling Company (CCHBC) zeigt, wie komplexe Warenströme und tiefe Lieferkettennachweise trotz hohem Zeitdruck rechtssicher digitalisiert werden können. Für das Management lassen sich daraus drei strategische Kernerkenntnisse ableiten:
- Integrierte Prozess- und Systemlandschaft: Durch die Verknüpfung der Compliance-Plattform osapiens mit dem internen ERP und dem EU-TRACES-System wurden Inbound-, Intercompany- und Outbound-Prozesse harmonisiert und manuelle Prüfaufwände massiv reduziert.
- Agiler, modularer Roll-out: Die gestaffelte Abarbeitung der betroffenen Rohstoffe (Paper Cups und Kaffee) ermöglichte frühzeitiges Feedback der Business-Abteilungen. Dies löste die Herausforderung des Stakeholder-Managements und sicherte den technischen Go-live im Dezember 2025.
- „Ready-to-Staff“-Zukunftssicherheit: Da anfangs nur ein EUDR-Manager aktiv war, schuf das Projekt ein skalierbares Ausbildungskonzept. Dank dieses Trainings-Blueprints können die 15 eingeplanten EUDR-Manager sofort effizient eingearbeitet werden, was die operative Handlungsfähigkeit langfristig sichert.